Inbetriebnahme der ersten 49 kWp von insgesamt 200 kWp. Guten Grund zum Feiern gab es gestern Nachmittag bei der Köthener Wohnstätten e.G.: In einem Wohngebäude an der Rüsternbreite wurde die erste Photovoltaik Anlage in Betrieb genommen, die zukünftig elektrischen Strom produzieren wird. Vom Dach bis zum Keller erstreckt sich eine insgesamt 270 m² umfassende Solareindeckung, die Gleichstrom produziert. Dieser wird in den Keller geleitet und dort in unscheinbaren blauen Kästen in Gleichstrom umgewandelt, der dann in das Energienetz eingespeist wird. ,,Schauen Sie auf diesen Zähler. Bis jetzt wurden im Laufe des Tages bereits 100kWh Strom erzeugt. Und der Tag ist noch lange nicht vorbei, ۥۥ erläuterte Thomas Rakow von der SRU Solar AG aus Sangerhausen, die die Anlage errichtet hat. Er hob insbesondere die saubere Form der Energieerzeugung hervor. ,,Im Gegensatz zu Kohle oder Gas fällt hier kein Gramm Kohlendioxid an‘‘, Vorstandsvorsitzender Helmut Blachowiak sprach von einer Investition in die Zukunft, denn auch in 20 Jahren stehe die Anlage noch zur Verfügung und könne dann beispielsweise so umgestaltet werden, dass damit warmes Wasser für die Häuser erzeugt wird. Gute Erfahrungen der Wohnungsgenossenschaft ,,Frohe Zukunft ‘‘ in Halle gaben der Wohnstätten e.G. den letzten Ausschlag, ein solches Projekt anzugehen. Und Blachowiak selbst hatte es schon ziemlich lang gewurmt, dass die großen Dachflächen ungenutzt blieben. ,,Ein bisschen Techniker bin ich ja auch‘‘, freut er sich darüber, dass sich der Stromzähler dreht. Neben der Rüsterbreite 10 bis 15 sowie 16 bis 21 wurden noch zwei weitere Häuser in der Franz-Mehring-Straße und dem Katharinenbogen mit Solarmodulen ausgestattet, die in den nächsten Tagen ans Netz gehen. Auch künftig will die Wohnstätten e.G. auf umweltfreundliche Energiegewinnung setzen. Blachowiak informierte darüber, dass die Genossenschaft in den nächsten drei Jahren eine Seniorenwohnanlage errichten will. ,,Die soll energetisch unabhängig sein und wird Erdwärme, Sonnenenergie und Photovoltaik nutzen‘‘, kündigte er an.
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